Die Banater Berglanddeutschen

 Allgemeines

59764 Personen waren sie in 2002 auf Landesebene, und damit zahlenmĂ€ĂŸig die viertgrĂ¶ĂŸte Minderheit RumĂ€niens, nachdem sie Ende des Zweiten Weltkrieges Platz 2 (nach den Ungarn) belegt haben. Die meisten Deutschen leben heute im Banat (ca. 34 %), in SiebenbĂŒrgen (ca. 29%) und im Nordwesten des Landes (Sathmar, Oberwischau). Sie können in einige Gruppen eingeteilt werden, davon bilden die Sachsen, die Banater Schwaben, die Sathmarschwaben und die Banater Berglanddeutschen die grĂ¶ĂŸten. Kleinere Gruppen bilden die Zipser, Landler, Bukowinadeutschen, Dobrutschadeutschen und die aus dem Altreich. Die Zahl unserer deutschen Landsleute ist seit dem Zweiten Weltkrieg betrĂ€chtlich zurĂŒckgegangen infolge der Deportation, Sterblichkeit an der Front und, nach 1970 und besonders nach der Wende 1989, durch die massive Auswanderung.

Im Kreis Karasch-Severin bestand im Jahre 1966 die deutsche Minderheit aus 23.882 Personen, in 2002 nur noch aus 6149. Der RĂŒckgang (der prozentuell nicht so groß war wie in anderen Regionen unseres Landes) ist sowohl durch die Emigration wie auch durch das Veraltern der hier Gebliebenen und durch die niedrige NatalitĂ€t im Rahmen unserer Minderheit zu erklĂ€ren.

Um diese auch fĂŒr die Zukunft vorhersehbare Verminderung der Zahl unserer deutschen Landsleute besser zu verstehen, ist es interessant, die Aufteilung auf Altersgruppen zu betrachten (stand 2002, Karasch-Severin): Zwischen 0 und 4 Jahren gab es 153 Personen, zwische 5 und 19 Jahren - 813, zwischen 20 und 39 Jahren - 1300, zwischen 40 und 59 Jahren - 1698, zwischen 60 und 74 Jahren - 1511 und im Alter von 75 und ĂŒber 75 Jahren - 674. Von den insgesamt 6149 Personen waren 35,5 % ĂŒber 60 Jahre alt (fast 11 % sogar ĂŒber 75), wĂ€hrend der Nachwuchs (0 - 4 Jahre) kaum 2,5 %, oder, weiter ausgeholt, zwischen 0 und 19 Jahren, kaum 15,7 % betrug. Das heißt, es gibt viel mehr Alte als Junge und wenn wir in Betracht nehmen, dass die Letzteren “EuropĂ€er” sind und sich im Ausland eine bessere Zukunft aufbauen wollen (was ihnen nicht zu verĂŒbeln ist), sieht die Zukunft unsere Minderheit hier (und auf Landesebene), gar nicht so rosig aus.

VorlĂ€ufig sind die Banater Berglanddeutschen auf Kreisebene die drittgrĂ¶ĂŸte Minderheit (nach den Roma und Kroaten) und ergeben 1,8 % der hiesigen Gesamtbevölkerung. Wenn die meisten RumĂ€niendeutschen 2002 im Kreis Temesch gelebt haben, 14174 Personen, gefolgt von den Kreisen Hermannstadt (6554), Sathmar (6417) und Karasch-Severin (6149), so muss gesagt sein dass in unserer Kreishauptstadt Reschitza zur selben Zeit 2696 Deutschen lebten, die grĂ¶ĂŸte Zahl in einer Stadt nach Temeswar, aber vor Hermanstadt. Außerdem lebten die meisten unserer Landsleute hauptsĂ€chlich in den anderen StĂ€dten: Anina-Steierdorf - 763, Karansebesch - 530, Ferdinandsberg - 476, Bokschan - 432, Orawitza - 222, usw., insgesamt im urbanen Bereich 5180 Seelen (84,2 % ihrer Gesamtzahl). Die ĂŒbrigen 969 Personen lebten in einigen Dörfern des Kreises, wo sie frĂŒher sogar geschlossene Gruppen gebildet haben: in Berzovia, Tirol (Geminde Doclin), Dognatschka, Moritzfeld, Altsadova (Gemeinde Slatina-Timiş), Franzdorf. In Wolfsberg und Weidenthal, ehemals rein deutsche Dörfer, lebten in 2002 nur noch 34 Angehörige zur deutschen Minderheit. Es muss bekrĂ€ftigt werden, dass zu den Deutschen (laut Gesetz der VolkszĂ€hlung) sowohl die Personen, die sich als solche wie auch jene, die sich als Sachsen oder Schwaben erklĂ€rt haben, gehören, unter dem Sammelnamen “germani”.

Infolge der beim MenĂŒunterpunkt Bevölkerung/VolkszĂ€hlung 2011 in der Datei PDF geĂ€ußerten Zweifel gegenĂŒber der Richtigkeit der veröffentlichten Daten in Bezug auf die Gruppierung der Einwohner nach der ethnischen Zugehörigkeit, Muttersprache und Religion, Daten die unvollstĂ€ndig, also irrelevant sind, kann sowohl fĂŒr die Mehrheitsbevölkerung wie auch fĂŒr die Minderheiten keine korrekte Aktualisierung der Bevölkerungszahl nach diesen drei Kriterien gemacht werden. Zwecks einer allgemeinen Orientirung ist der oben genannte Unterpunk (VolkszĂ€hlung 2011) trotzdem lesenswert.