"Alexander Tietz"- PreistrÀger

PreistrÀger 2020 - 2019

Laudatio auf Ignaz Bernhard Fischer

von Erwin Josef Ćąigla

Seit 1999 verleihen das Demokratische Forum der Banater Berglanddeutschen (DFBB) und der Kultur- und Erwachsenenbildungsverein „Deutsche Vortragsreihe“ Reschitza“ jĂ€hrlich den „Alexander Tietz“-Preis als höchste Auszeichnung der Banater Berglanddeutschen an Personen, die sich besonders auf kultureller, geschichtlicher oder schulischer Ebene fĂŒr das Banater Berglanddeutschtum eingesetzt haben. FĂŒr das Jahr 2020 haben die AufsichtsrĂ€te des DFBB und des Reschitzaer Kulturvereins am 9. Januar d.J., dem Geburtstag des Preis-Namensgebers, beschlossen, diese besondere Ehrung Herrn Ignaz Bernhard Fischer, Vorsitzender des Vereins der ehemaligen Russlanddeportierten in RumĂ€nien, als wichtigstes Zeichen unserer WertschĂ€tzung, jetzt, wenn wir die 75 Jahre seit dem Beginn der Russlanddeportation der RumĂ€niendeutschen begehen, zukommen zu lassen.

Wer ist der heute von uns Geehrte? Hier einige Daten aus seinem Leben: Ignaz Bernhard Fischer wurde am 2. Oktober 1926 in Bakowa / Kreis Temesch geboren, wo er die Elementarschule besuchte, um danach das Lyzeum an der „Banatia“ zu absolvieren. 1945 erfolgt die Deportation in die Sowjetunion, woher er 1949 zurĂŒckkehrt.

Es folgt das Theologiestudium. Nach der Priesterweihe 1954 schließt er sich dem Salvatorianer Orden an. Ignaz Fischer dient zunĂ€chst als Pfarrer in Gertjanosch / Cărpiniș und Anina, heiratet 1970 und gibt den Priesterberuf auf. Bis 1988 folgen Arbeitsstellen in verschiedenen Betrieben in Temeswar. Nach der Wende von Dezember von 1989 beginnt der heute 90-JĂ€hrige eine reichhaltige publizistische TĂ€tigkeit im Namen der römisch-katholischen Kirche. Seit der GrĂŒndung ist er Mitglied des Demokratischen Forums der Deutschen im Banat und 1990 auch GrĂŒndungsmitglied des Vereins der ehemaligen Russlanddeportierten. Ignaz Bernhard Fischer wird zu dessen Landesvorsitzenden gewĂ€hlt.

Er ist ab dem 2. Oktober 2016 Ehrenmitglied des Kultur- und Erwachsenenbildungsvereins „Deutsche Vortragsreihe Reschitza“. FĂŒr seine publizistische TĂ€tigkeit erhĂ€lt er den Preis des Literaturkreises „Stafette“ (2002), die Verdienstmedaille der „Stefan JĂ€ger“-Stiftung (2001), den Literaturpreis des Deutschsprachigen Wirtschaftsklubs (2001) und des Deutschen Konsulates in Temeswar (2001). Nicht zuletzt ist Ignaz Bernhard Fischer TrĂ€ger der Ehrennadel in Gold des Banater Forums (2005) und des Landesforums (3. November 2016), der Silbernen Ehrenmedaille der Landsmannschaft der Banater Schwaben (2001), des Verdienstkreuzes am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland (11. Dezember 2010) und des Nationalen Ordens „Stern RumĂ€niens” im Grade eines Kavaliers (11. November 2016).

Unser „Alexander Tietz“-Preis soll eine wohlverdiente Anerkennung, besonders in diesem Jahr, wenn wir der 75 Jahre seit dem Beginn der Russlanddeportation der RumĂ€niendeutschen gedenken, darstellen. Wir sind der Hoffnung, dass unser Preis einen Ehrenplatz in seinem Herzen bekommen wird!

Bis jetzt wurden mit dem „Alexander Tietz“-Preis folgende Persönlichkeiten geehrt: † Dr. Traute Kocmann-Lorinser aus Graz / Steiermark (1999), † Dipl.-Ing. Karl Ludwig Lupșiasca aus Reschitza (2000), Max Wratschgo aus Feldbach / Steiermark (2001), Univ.-Prof. Dr. Reinhold Reimann aus Graz / Steiermark (2002), Heinz Stritzl aus Klagenfurt am Wörthersee / KĂ€rnten (2003), Alt-Landeshauptmann Waltraud Klasnic aus Graz / Steiermark (2004), Horst Martin aus Temeswar (2005), Dr. Herwig Brandstetter aus Graz / Steiermark (2006), † Henriette Bacizan aus Steierdorf (2007), Josef Barna aus Reschitza (2008), † Dipl.-Ök. Waldemar GĂŒnter König aus Reschitza (2009), die Schwestern Sr. Gertrud Petschan, Sr. Katharina Pinzhoffer, Sr. Paulis Mohr und Sr. Hiltrud FrĂŒhholz aus Tirol / Königsgnad (2010), Erwin Josef Ćąigla aus Reschitza (2011), Univ.-Prof. Dr. Hans Stendl aus Bukarest (2012), Dipl.-Ing. Hugo Eduard Balazs aus Stuttgart / Deutschland (2013), Mag. Udo Peter Puschnig aus Klagenfurt am Wörthersee / KĂ€rnten (2014), † Univ.-Prof. Dr. Karl Singer aus Temeswar (2015), Elisabeth Thalhammer mit Dipl.-Ing. Gerhard Krajicek (beide aus Graz / Steiermark, 2016), Landeshauptmann Hermann SchĂŒtzenhöfer aus Graz / Steiermark (2017), † Anton FerenschĂŒtz aus Bielefeld (2018) und Univ.-Prof. Dr. Rudolf GrĂ€f aus Reschitza / Klausenburg (2019).

Wir gratulieren Ignaz Bernhard Fischer herzlichst zur höchsten Auszeichnung der Banater Berglanddeutschen, die er heute bekommt: den „Alexander Tietz“-Preis fĂŒr das Jahr 2020!

Reschitza, am 25. Januar 2020

PreistrÀger 2019

Laudatio auf Univ.-Prof. Dr. Rudolf GrÀf

von Erwin Josef Ćąigla

Seit 1999 verleihen das Demokratische Forum der Banater Berglanddeutschen (DFBB) und der Kultur- und Erwachsenenbildungsverein „Deutsche Vortragsreihe“ Reschitza“ jĂ€hrlich den „Alexander Tietz“-Preis als höchste Auszeichnung der Banater Berglanddeutschen an Personen, die sich besonders auf kultureller, geschichtlicher oder schulischer Ebene fĂŒr das Banater Berglanddeutschtum eingesetzt haben. FĂŒr das Jahr 2019 haben die AufsichtsrĂ€te des DFBB und des Reschitzaer Kulturvereins am 9. Januar d.J., dem Geburtstag des Preis-Namensgebers, beschlossen, diese besondere Ehrung dem in Reschitza geborenen Historiker Univ.-Prof. Dr. Rudolf GrĂ€f, als wichtigstes Zeichen unserer WertschĂ€tzung, zukommen zu lassen.

Wer ist der heute von uns Geehrte? Hier einige Daten aus seinem Leben: Univ.-Prof. Dr. Rudolf GrĂ€f ist 1955, Absolvent der Geschichte und Philosophie-FakultĂ€t der UniversitĂ€t „Alexandru Ioan Cuza“ Jassy (1981). Seine Doktorarbeit schrieb er zum Thema „Die Banater DomĂ€nen der StEG“, als Buch im Verlag „Banatica“ in Reschitza, 1997 erschienen.

Seine Berufslaufbahn begann er 1981 als Geschichtslehrer an Schulen in Lugosch und in seiner Heimatstadt Reschitza. 1984 wechselte er zum damaligen Geschichtsmuseum des Kreises Karasch-Severin, heute Museum des Banater Montangebiets, um, wo er im Laufe der Jahre verschiedene Funktionen ausĂŒbte: Museograph, wissenschaftlicher Forscher, Abteilungsleiter. Dann wechselte er an die Uni Klausenburg, wohin ihn sein Doktorvater, der aus Bokschan stammende Historiker Univ.-Prof. Dr. Nicolae Bocșan, holte. Dort ist er gegenwĂ€rtig in der dritten Legislatur Vizerektoren. Seit 2018 ist er auch Direktor des bekannten Forschungsinstituts fĂŒr Geisteswissenschaften in Hermannstadt. Seit 2009 betreut er als Doktorvater viele Hochschulabsolventen Klausenburgs, aus dem Banat und nicht nur.

Univ.-Prof. Dr. Rudolf GrĂ€f war 2012 - 2013 Gastprofessor am Institut fĂŒr Geschichte der UniversitĂ€t Regensburg, ist Mitglied des wissenschaftlichen Rats des „Brukenthal“-Museums Hermannstadt, des Museums des Banater Montangebiets Reschitza und des Museums des Grenzregiments Karansebesch sowie des Instituts fĂŒr donauschwĂ€bische Geschichte und Landeskunde TĂŒbingen, Mitglied des Kuratoriums des Instituts fĂŒr deutsche Kultur und Geschichte SĂŒdosteuropas e.V. MĂŒnchen, an der Ludwig-Maximilians-UniversitĂ€t MĂŒnchen, Mitglied der Historiker-Vereine aus dem Banat und SiebenbĂŒrgen und der Kommission fĂŒr Geschichte und Kultur der Deutschen in SĂŒdosteuropa, MĂŒnchen und TĂŒbingen. Ferner ist er Mitglied der Redaktionen der Zeitschriften „Transylvanian Review“ des SiebenbĂŒrgischen Forscherinstituts der RumĂ€nischen Akademie und der Zeitschrift „Banatica“ des Reschitzaer Museums des Banater Montangebiets. Als Historiker hat er sowohl im In- wie auch im Ausland zahlreiche BĂŒcher verfasst oder herausgegeben. FĂŒr 11 Buchveröffentlichungen zeichnet er die Übersetzung.

2012 bekam er das Bundesverdienstkreuz I. Klasse der Bundesrepublik Deutschland und ein Jahr spĂ€ter, 2013, das Österreichisches Ehrenkreuz fĂŒr Wissenschaft und Kunst, I. Klasse. Univ.-Prof. Dr. Rudolf GrĂ€f ist TrĂ€ger verschiedener weiteren Anerkennungen im In- und Ausland.

Wo immer er auch weilte, trug er dazu bei, dass das Banater Bergland, aber auch die hier in den letzten 300 Jahren angesiedelten Banater Berglanddeutschen, bekannt gemacht werden.

Er stand seiner Heimat stets nahe und war immer wieder bereit, hier VortrĂ€ge zu halten, BĂŒcher zu prĂ€sentieren, das Interesse an der Region aufrechtzuhalten, oft auch in der Deutschen „Alexander Tietz“-Bibliothek Reschitza. FĂŒr ihn war und bleibt Alexander Tietz, der Namensgeber dieses Preises, ein Maßstab fĂŒr die Menschen des Banater Berglands.

Unser „Alexander Tietz“-Preis soll eine wohlverdiente Anerkennung dieser Bestrebungen von Univ.-Prof. Dr. Rudolf GrĂ€f im und fĂŒr das Banater Bergland darstellen. Wir sind der Hoffnung, dass unser Preis einen Ehrenplatz in seinem Herzen bekommen wird!

Bis jetzt wurden mit dem „Alexander Tietz“-Preis folgende Persönlichkeiten geehrt: † Dr. Traute Kocmann-Lorinser aus Graz / Steiermark (1999), Dipl.-Ing. Karl Ludwig Lupșiasca aus Reschitza (2000), Max Wratschgo aus Feldbach / Steiermark (2001), Univ.-Prof. Dr. Reinhold Reimann aus Graz / Steiermark (2002), Heinz Stritzl aus Klagenfurt am Wörthersee / KĂ€rnten (2003), Alt-Landeshauptmann Waltraud Klasnic aus Graz / Steiermark (2004), Horst Martin aus Temeswar (2005), Dr. Herwig Brandstetter aus Graz / Steiermark (2006), † Henriette Bacizan aus Steierdorf (2007), Josef Barna aus Reschitza (2008), † Dipl.-Ök. Waldemar GĂŒnter König aus Reschitza (2009), die Schwestern Sr. Gertrud Petschan, Sr. Katharina Pinzhoffer, Sr. Paulis Mohr und Sr. Hiltrud FrĂŒhholz aus Tirol / Königsgnad (2010), Erwin Josef Ćąigla aus Reschitza (2011), Univ.-Prof. Dr. Hans Stendl aus Bukarest (2012), Dipl.-Ing. Hugo Eduard Balazs aus Stuttgart / Deutschland (2013), Mag. Udo Peter Puschnig aus Klagenfurt am Wörthersee / KĂ€rnten (2014), † Univ.-Prof. Dr. Karl Singer aus Temeswar (2015), Elisabeth Thalhammer mit Dipl.-Ing. Gerhard Krajicek (beide aus Graz / Steiermark, 2016), Landeshauptmann Hermann SchĂŒtzenhöfer aus Graz / Steiermark (2017) und Anton FerenschĂŒtz aus Bielefeld (2018).

Wir gratulieren Univ.-Prof. Dr. Rudolf GrĂ€f herzlichst fĂŒr die höchste Auszeichnung der Banater Berglanddeutschen, die er heute bekommt: den „Alexander Tietz“-Preis fĂŒr das Jahr 2019!

Reschitza, den 5. Oktober 2019