Anton Ferenschütz wurde am 10. November 1927 in Reschitza geboren. Sein erster Kontakt mit der Malerei erfolgte für den damals 6-Jährigen mittels des bekannten Reschitzaer Malers Zoltan Falusi. Die Schulzeit verlief normal. Als 17-Jähriger wurde Anton Fernschütz mit vielen Tausend anderen Deutschen im Januar 1995 nach Russland deportiert, von wo er erst nach 4 Jahren entlassen wurde. Ohne Schulabschluss war an die Malerei nicht zu denken. Das Malen wurde Nebensache, denn es begann die Zeit des „Handballspielers“. Im Jahre 1971 wanderte er nach Deutschland aus und fand eine neue Heimat in Bielefeld.
Nach den aktiven Handballspiel-Jahren entdeckte Anton Ferenschütz wieder die Malerei. Die ersten Ölarbeiten entstanden als Kopien im Jahre 1964. Anton Ferenschütz gründete 1990 „Die Rumänienhilfe“ mit einer Grigorescu-Ausstellung in Bielefeld. Da man viele Bilder, und das öfters im Jahr, verkaufen wollte, ging er zur Pastelltechnik über. So kam die Zeit der vielen Ausstellungen: Ab 1990 fanden nur im Bielefelder Raum etwa 1 - 2 Ausstellungen pro Jahr statt, ebenso viele in seiner Geburtsstadt Reschitza. Von ihm gemalte Bilder sind in ganz Europa und in den USA zu finden.
Anton Ferenschütz war Autor von mehreren Büchern, darunter eines mit dem Titel „Wahn und Wirklichkeit. Erzählung“, in welchem die Deportation nach Russland im Mittelpunkt steht. Als Förderer Reschitzas, des Banater Berglands und der Menschen dieser Region, wurde er zum Träger des „Alexander Tietz“-Preises für das Jahr 2018, zum Ehrenbürger des Kreises Karasch-Severin (ab dem 28.08.2008), zum Ehrenbürger der Stadt Reschitza (ab dem 15.04.1993) und zum Ehrenmitglied des Kultur- und Erwachsenenbildungsvereins „Deutsche Vortragsreihe Reschitza” (ab dem 8.10.2008).
Anton FerenschĂĽtz verstarb nach schweren Leiden in Bielefeld (Deutschland), am 25. April 2018.